GWG investiert weiter in die Zukunft
Vertreterversammlung beschließt Jahresabschluss 2025
Wohnungsgenossenschaft setzt auf bezahlbares Wohnen,
Klimaschutz und langfristige Stabilität
Die Vertreterversammlung der Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG (GWG) hat am gestrigen Dienstag den Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden für das vergangene Geschäftsjahr einstimmig entlastet.
Vorstandsvorsitzender Andreas Otto zog dabei Bilanz eines Jahres, das erneut von großen Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft geprägt war. Steigende Bau- und Finanzierungskosten, die Anforderungen der Wärmewende, zunehmende gesetzliche Vorgaben und die Digitalisierung der Branche bestimmten auch 2025 die Arbeit der Genossenschaft.
Trotz dieser Rahmenbedingungen konnte die GWG ihre wirtschaftlich stabile Entwicklung fortsetzen. Die Bilanzsumme stieg auf rund 97,6 Millionen Euro. Das Eigenkapital beträgt rund 39,3 Millionen Euro und bildet weiterhin die Grundlage für die langfristige Entwicklung der Genossenschaft. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder belaufen sich auf rund 16,3 Millionen Euro.
Der Jahresüberschuss 2025 beträgt 440.293,98 Euro. Nach der Einstellung von 45.000 Euro in die gesetzliche Rücklage verbleibt ein Bilanzgewinn von 395.293,98 Euro. Die Vertreterversammlung folgte dem gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und beschloss eine Dividende von 3,0 Prozent auf die nutzungsbezogenen und weiteren Geschäftsanteile. Insgesamt werden damit 382.335,98 Euro an die Mitglieder ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
„Die Wohnungswirtschaft befindet sich mitten in einem grundlegenden Wandel. Gleichzeitig bleibt unser Auftrag unverändert: Wir wollen unseren Mitgliedern dauerhaft sicheren, bezahlbaren und attraktiven Wohnraum bieten“, erklärte Vorstandsvorsitzender Andreas Otto.
Regine Wolters, Mitglied des Vorstandes, betonte: „Eine nachhaltige Gewinnverwendung bedeutet für uns, heutige Interessen und zukünftige Verantwortung miteinander in Einklang zu bringen. Nur so können wir die wirtschaftliche Stabilität der GWG dauerhaft sichern und die notwendigen Zukunftsinvestitionen leisten.“
Die Umsatzerlöse der Genossenschaft stiegen im Geschäftsjahr 2025 auf über 16 Millionen Euro. Damit setzt die GWG ihren langfristig stabilen Wachstumskurs fort.
Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie stehen weiterhin umfangreiche Investitionen in den Wohnungsbestand. Schwerpunkte bilden die energetische Modernisierung, die Umsetzung des CO₂-Minderungsfahrplans, die Vorbereitung auf die kommunale Wärmeplanung sowie die Digitalisierung von Gebäuden und Serviceangeboten.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem Quartier Herbert-Trautmann-Platz / Immenweg zu. Das Projekt gilt als eines der ambitioniertesten Modernisierungsvorhaben der Genossenschaft und soll beispielhaft zeigen, wie die Wärmewende in größeren Wohnungsbeständen gelingen kann. Mit innovativen Ansätzen aus Geothermie, Wärmepumpentechnik, Photovoltaik und digitalem Energiemanagement entsteht dort ein Quartier, das den Weg in eine klimafreundliche Zukunft aufzeigt.
„Klimaschutz, Digitalisierung und bezahlbares Wohnen müssen gemeinsam gedacht werden. Die größte Herausforderung besteht darin, die notwendigen Investitionen zu finanzieren und gleichzeitig die Wohnkosten für unsere Mitglieder bezahlbar zu halten“, so Otto.
Neben den wirtschaftlichen Themen stand auch die demokratische Mitbestimmung im Mittelpunkt der Versammlung. Mit dem Ende der Vertreterversammlung 2026 beginnt die Amtszeit der neu gewählten Vertreterversammlung für die kommenden fünf Jahre. Vorstand und Aufsichtsrat dankten den ausscheidenden Vertreterinnen und Vertretern für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Genossenschaft.
„Unsere Genossenschaft lebt von Mitbestimmung, Verantwortung und Gemeinschaft. Die Vertreterinnen und Vertreter leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Entwicklung der GWG. Dafür gilt ihnen unser ausdrücklicher Dank“, erklärte Andreas Otto.
Die GWG bewirtschaftet 2.357 Wohnungen, 20 Gewerbeeinheiten sowie 596 Garagen und Stellplätze und gehört damit zu den größten Wohnungsanbietern im Landkreis Gifhorn. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt mit 6,18 Euro je Quadratmeter weiterhin auf einem moderaten Niveau und unterstreicht den genossenschaftlichen Auftrag, bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten bereitzustellen.
Auch künftig wird die GWG ihren Schwerpunkt auf die nachhaltige Entwicklung ihrer Wohnungsbestände, die Sicherung bezahlbarer Mieten sowie die konsequente Umsetzung der Klimaziele legen.
